Unterschied präklinisch durchgeführter Intubationen zwischen Tag- & Nachtdienst

Authors

  • Kristina Winter Medizinische Universität Graz, Graz, Österreich
  • Christoph Hellweg Klinische Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin 1, Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Medizinische Universität Graz, Graz, Österreich
  • Paul Zajic Klinische Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin 1, Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Medizinische Universität Graz, Graz, Österreich

DOI:

https://doi.org/10.31247/agnj.v3iS1.84

Keywords:

Innerklinische Notfall-/Akutaufnahmemedizin, Präklinische Notfallmedizin, Atemwegssicherung, Tag/Nacht

Abstract

Einleitung Die endotracheale Intubation ist ein kritischer Eingriff in der Notfallmedizin, der die Atemwege sichert und die Überlebenschancen von Patient*innen erhöht. Jedoch besteht die Vermutung, dass es einen Unterschied in der Häufigkeit und Durchführung dieser Eingriffe zwischen Tag- und Nachtdienstzeiten gibt. Dies könnte auf verschiedene Human Factors wie Müdigkeit, Teamdynamik, Erfahrungslevel und Ressourcenverfügbarkeit zurückzuführen sein. Ziel dieser Arbeit ist, diese Unterschiede zu untersuchen und mögliche Faktoren zu identifizieren, die zu Diskrepanzen führen.

Methoden Schockraumprotokolle aus dem Jahr 2022 wurden herangezogen, wobei insgesamt 200 Protokolle in die Analyse eingeschlossen wurden. Der Schwerpunkt lag auf präklinischen endotrachealen Intubationen sowie auf Intubationen im Schockraum. Anhand dieser Daten wurde untersucht, ob ein signifikanter Unterschied in der Häufigkeit der Intubationen zwischen Tag- und Nachtdienst besteht.

Ergebnisse Es konnte kein signifikanter Unterschied in der Häufigkeit von präklinischen Intubationen in der Nachtdienstzeit festgestellt werden. In der Tagdienstzeit (7:00–18:59 Uhr) wurden 125 Personen intubiert, davon 113 präklinisch und 12 (9,6 %) im Schockraum. In der Nachtdienstzeit (19:00–06:59 Uhr) wurden 75 Personen intubiert, davon 72 präklinisch und drei (4 %) im Schockraum. 185 PatientInnen (92,5 %) erhielten eine präklinische Atemwegssicherung, 113 (61,1 %) davon am Tag, 72 (38,9 %) in der Nacht.

Schlussfolgerung Die Analyse zeigt, dass sich die Häufigkeit präklinischer endotrachealer Intubationen zwischen Tag- und Nachtdienstzeiten statistisch nicht signifikant unterscheidet. Dies deutet darauf hin, dass der Faktor Tageszeit die Entscheidung zur Intubation offenbar nicht wesentlich beeinflusst. Eventuell müsste ein größerer Datensatz herangezogen werden, um eine präzisere Aussage zu treffen, jedoch legen diese Ergebnisse nahe, dass die Qualität der präklinischen Atemwegssicherung unabhängig von der Tageszeit konsistent gewährleistet wird.

Published

2026-04-09

How to Cite

Unterschied präklinisch durchgeführter Intubationen zwischen Tag- & Nachtdienst. (2026). AGN Journal, 3(S1). https://doi.org/10.31247/agnj.v3iS1.84

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