Mission Mapping des Notarzteinsatzfahrzeuges LKH Univ.–Klinikum Graz

Authors

  • Jakob Laumer Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin 1, Medizinische Universität Graz, Austria; Medizinercorps Graz, Österreichisches Rotes Kreuz, Graz, Austria
  • Michael Eichinger Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin 1, Medizinische Universität Graz, Austria; Medizinercorps Graz, Österreichisches Rotes Kreuz, Graz, Austria
  • Katharina Scharer Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin 1, Medizinische Universität Graz, Austria
  • Michael Furtmüller Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin 1, Medizinische Universität Graz, Austria; Medizinercorps Graz, Österreichisches Rotes Kreuz, Graz, Austria
  • Philipp Zoidl Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin 1, Medizinische Universität Graz, Austria; Medizinercorps Graz, Österreichisches Rotes Kreuz, Graz, Austria
  • Martin Rief Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin 1, Medizinische Universität Graz, Austria

DOI:

https://doi.org/10.31247/agnj.v3iS1.99

Abstract

Fragestellung Die effiziente Verwaltung und Optimierung von Notfalldiensten sind entscheidend für die Ressourcenverteilung und Patient*innenergebnisse. Die Analyse bestimmter Einsatzcharakteristika kann wichtige Hinweise auf wiederkehrende Muster und potenzielle Schwachstellen liefern, die verwendet werden können, um Prozesse zu optimieren.[1,2] Die vorliegende Studie analysiert den Tätigkeitsbereich des Notarzteinsatzfahrzeuges LKH Univ.–Klinikum Graz im Jahr 2024 und leitet daraus Optimierungspotenziale ab.

Methoden Diese retrospektive Kohortenstudie analysiert alle Interventionen des Notarzteinsatzfahrzeuges LKH Univ.–Klinikum Graz aus dem Jahr 2024. Dazu wurde die Notärzt*innen-Dokumentation aus dem System „MEDEA“ (ilogs healthcare GmbH, Austria) erhoben, analysiert und deskriptiv beschrieben.

Ergebnisse Im Jahr 2024 wurden insgesamt 2.709 Einsätze mit MEDEA dokumentiert und somit in die Analyse eingeschlossen. In 45,5 % der Alarmierungen erfolgte keine notärztliche Begleitung in das Zielkrankenhaus aufgrund von Storno auf Anfahrt (25,7 % aller Alarmierungen), Übergabe an andere Einsatzmittel (11,3 %) oder anderer Gründe (Belassung, Leerfahrt, Revers; insgesamt 8,5 %). In Tabelle 1 sind die zehn häufigsten durchgeführten Maßnahmen angegeben.

Diskussion / Schlussfolgerungen Die Daten zeigen, dass die Disposition des NEF Univ.–Klinikum Graz häufig zu Fehleinsätzen führt. Die genauen Gründe dafür lassen sich ohne Feedback-Daten nicht eruieren. Ein Großteil der Einsätze erfordert weder eine*n Notärzt*in vor Ort noch einen notärztlich begleiteten Transport und insgesamt nur eine begrenzte Menge an notärztlichen Tätigkeiten.[3] Weitere Evaluierung und zielgerichtete Maßnahmen erscheinen notwendig, um Optimierungspotenziale strukturiert zu identifizieren und die Ressource Notärzt*in entsprechend ihrer Qualifikation einsetzen zu können.

References

Choi B, Tsai D, McGillivray CG, Amedee C, Sarafin JA, Silver B. Hospital-Directed Feedback to Emergency Medical Services Improves Prehospital Performance. Stroke. 2014 Jul;45(7):2137–40.

Wilson C, Janes G, Lawton R, Benn J. Types and effects of feedback for emergency ambulance staff: a systematic mixed studies review and meta-analysis. BMJ Qual Saf. 2023 Oct;32(10):573–88

Prause G, Orlob S, Auinger D, Eichinger M, Zoidl P, Rief M, et al. System and skill utilization in an Austrian emergency physician system: retrospective study. Anaesthesist. 2020 Oct 1;69(10):733–41.

Additional Files

Published

2026-04-09

How to Cite

Mission Mapping des Notarzteinsatzfahrzeuges LKH Univ.–Klinikum Graz. (2026). AGN Journal, 3(S1). https://doi.org/10.31247/agnj.v3iS1.99

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