Authors
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Melina Winkler
Forschungseinheit für neonatologisch durchgeführte funktionelle Bildgebung, Medizinische Universität Graz, Österreich; Forschungseinheit für die Optimierung des postnatalen Monitorings von Früh- und Termingeborenen, Medizinische Universität Graz, Österreich; Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Abteilung für Neonatologie, Medizinische Universität Graz, Österreich
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Thomas Suppan
Forschungseinheit für die Optimierung des postnatalen Monitorings von Früh- und Termingeborenen, Medizinische Universität Graz, Österreich; Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Abteilung für Neonatologie, Medizinische Universität Graz, Österreich
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Alana Seigner
Forschungseinheit für neonatologisch durchgeführte funktionelle Bildgebung, Medizinische Universität Graz, Österreich; Forschungseinheit für die Optimierung des postnatalen Monitorings von Früh- und Termingeborenen, Medizinische Universität Graz, Österreich; Medizinercorps Graz, Österreichisches Rotes Kreuz Landesverband Steiermark, Graz, Österreich
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Viktoria Gruber
Forschungseinheit für neonatologisch durchgeführte funktionelle Bildgebung, Medizinische Universität Graz, Österreich; Forschungseinheit für die Optimierung des postnatalen Monitorings von Früh- und Termingeborenen, Medizinische Universität Graz, Österreich; Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Abteilung für Neonatologie, Medizinische Universität Graz, Österreich
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Daniel Pfurtscheller
Forschungseinheit für neonatologisch durchgeführte funktionelle Bildgebung, Medizinische Universität Graz, Österreich; Forschungseinheit für die Optimierung des postnatalen Monitorings von Früh- und Termingeborenen, Medizinische Universität Graz, Österreich; Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Abteilung für Neonatologie, Medizinische Universität Graz, Österreich
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Ena Suppan
Forschungseinheit für neonatologisch durchgeführte funktionelle Bildgebung, Medizinische Universität Graz, Österreich; Forschungseinheit für die Optimierung des postnatalen Monitorings von Früh- und Termingeborenen, Medizinische Universität Graz, Österreich; Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Abteilung für Neonatologie, Medizinische Universität Graz, Österreich
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Nariae Baik-Schneditz
Forschungseinheit für neonatologisch durchgeführte funktionelle Bildgebung, Medizinische Universität Graz, Österreich; Forschungseinheit für die Optimierung des postnatalen Monitorings von Früh- und Termingeborenen, Medizinische Universität Graz, Österreich; Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Abteilung für Neonatologie, Medizinische Universität Graz, Österreich
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Gerhard Pichler
Forschungseinheit für neonatologisch durchgeführte funktionelle Bildgebung, Medizinische Universität Graz, Österreich; Forschungseinheit für die Optimierung des postnatalen Monitorings von Früh- und Termingeborenen, Medizinische Universität Graz, Österreich; Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Abteilung für Neonatologie, Medizinische Universität Graz, Österreich
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Alexander C. Reisinger
Allgemeine Intensivstation, Universitätsklinik für Innere Medizin, Medizinische Universität Graz, Österreich; Medizinercorps Graz, Österreichisches Rotes Kreuz Landesverband Steiermark, Graz, Österreich
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Bernhard Schwaberger
Forschungseinheit für neonatologisch durchgeführte funktionelle Bildgebung, Medizinische Universität Graz, Österreich; Forschungseinheit für die Optimierung des postnatalen Monitorings von Früh- und Termingeborenen, Medizinische Universität Graz, Österreich; Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Abteilung für Neonatologie, Medizinische Universität Graz, Österreich; Medizinercorps Graz, Österreichisches Rotes Kreuz Landesverband Steiermark, Graz, Österreich
Keywords:
Erstversorgung, Neugeborene, Lungenultraschall, Pneumothorax, Atemnot
Abstract
Fragestellung Lungenultraschall (LUS) ermöglicht postnatal eine rasche Beurteilung des respiratorischen Status von Früh- und Reifgeborenen sowie den Nachweis potenziell lebensbedrohlicher Komplikationen (z. B. Pneumothorax). Unser rezent publizierter systematischer Review zeigt, dass LUS in dieser Population gut durchführbar ist, mit dem Schweregrad respiratorischer Erkrankungen korreliert und eine Differenzierung pulmonaler Krankheitsbilder erlaubt.[1] Ziel der vorliegenden Studie war es, den prädiktiven Wert früh postnatal durchgeführter LUS-Untersuchungen bei Neugeborenen mit Atemnotsymptomatik zu untersuchen und neben dem konventionellen LUS-Score auch eine neu entwickelte quantitative Videoloop-Analyse zu evaluieren.
Methoden In diese prospektive Beobachtungsstudie wurden Neugeborene ≥ 34 + 0 Schwangerschaftswochen (SSW) mit initialer Atemnotsymptomatik eingeschlossen. LUS-Untersuchungen wurden 15, 30 und 60 Minuten postnatal durchgeführt. LUS-Scoring (0–18) erfolgte gemäß Rodriguez-Fanjul et al.[2] LUS-Videoloops wurden mittels einer eigens entwickelten Bildanalysesoftware quantitativ analysiert (Grauwerte, Bildheterogenität). Zusätzlich wurden klinische Parameter wie Dauer der Atemunterstützung, FiO₂-Bedarf und Blutgaswerte erhoben.
Ergebnisse Insgesamt wurden 50 Neugeborene eingeschlossen (Gestationsalter 37,3 ± 0,3 SSW). Frühpostnatale erhöhte LUS-Scores waren prädiktiv für eine prolongierte Atemnotsymptomatik mit Therapiebedarf. Bereits 15 Minuten nach Geburt bestanden signifikante Unterschiede im LUS-Score (7 [7–9] vs. 6 [6–8] Punkte; p < 0,001), mit einer guten Diskriminationsfähigkeit (ROC-AUC 0,81; Cut-off ≥ 7; Sensitivität 56 %; Spezifität 89 %).
Die quantitative Videoloop-Analyse identifizierte krankheitsspezifische Muster der neonatalen Atemnot anhand von Grauwertparametern und Heterogenitätsindex, welche mit FiO₂-Bedarf, Blutgasparametern und Dauer der Atemunterstützung korrelierten.
Diskussion / Schlussfolgerung Frühe LUS-Diagnostik stellt ein vielversprechendes Instrument zur Erkennung, Differenzierung und Risikostratifizierung neonataler Atemnotsyndrome dar. Das konventionelle LUS-Scoring, ergänzt durch eine quantitative Videoloop-Analyse, könnte die diagnostische Objektivität erhöhen und Therapieentscheidungen während postnataler Stabilisierung und Reanimation unterstützen. Perspektivisch erscheint auch der Einsatz in peripheren Krankenhäusern sowie im prähospitalen Setting möglich, insbesondere bei Implementierung einer telemedizinischen Anbindung.
References
Winkler M, Baik-Schneditz N, Gruber V, Pichler G, Schwaberger B. Diagnostic applications of neonatologist-performed lung ultrasound in the delivery room in late preterm and term neonates: a systematic review of literature. Paediatr Respir Rev 2026.
Rodriguez-Fanjul J, Jordan I, Balaguer M, Batista-Muñoz A, Ramon M, Bobillo-Perez S. Early surfactant replacement guided by lung ultrasound in preterm newborns with RDS: the ULTRASURF randomised controlled trial. Eur J Pediatr 2020;179:1913–20.